Lokale Massnahmen in Oxford

Drei Oxforder Initiativen zeigen, wie lokale Maßnahmen zu größerer sozialer Gerechtigkeit führen und bei der Umsetzung der MDGs helfen können.

Oxford – Fairtrade city
Fairtrade zertifizierte Waren sind in Großbritannien sehr erfolgreich und tragen dadurch beachtlich zur kommunalen Entwicklung in Produktionsländern bei. Jedoch geht ein Großteil des Umsatzes auf große Marken und Handelsketten zurück.

Oxford ist seit 2004 Fairtrade City und stolz darauf, dass seine Bewohner nicht nur fair gehandelte Produkte kaufen und verkaufen, sondern sich auch aktiv an der Aufklärungsarbeit zum Konzept des Fairen Handels sowie an der Debatte über dessen Zukunft beteiligen. Ein Hauptgrund für den Erfolg ist, dass aus kleinen lokalen Initiativen erfolgreiche Fairtrade-Unternehmen entstanden sind, die nicht nur den Absatz (und damit die Finanzmittel, die den Produzenten zur Verfügung stehen) erhöhen, sondern auch die Stärkung lokaler Strukturen vorantreiben und umfassende Informationen rund um Fairen Handel anbieten.

Eine dieser Initiativen ist „The Windmill Shop“ im Vorort Headington. Zusammen mit „Fair Trade at St Michael’s“ im Stadtzentrum hoffen sie auf eine Kooperation mit dem Weltladen in Villach, um sich über bewährte Praktiken auszutauschen und das Konzept des Fairen Handelns zu stärken.

Barton und das MDG 7
Die Erreichung des siebten Millenniumsentwicklungsziels – ökologische Nachhaltigkeit – ist global und lokal entscheidend. Oxford ist stolz darauf ein stadtweites Kooperationsprogramm zwischen privaten, öffentlichen und gemeinnützigen Organisationen zu haben, welches eine nachhaltige und CO2-arme Zukunft der Stadt anstrebt. Die Ziele des „Low Carbon Oxford Programms“ sind: eine jährliche Reduktion der durchschnittlichen CO2-Emissionen der Stadt um drei Prozent – insgesamt 80 Prozent bis 2050, Schaffung mehr „grüner Arbeitsplätze“ sowie Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft und Einnehmen einer Vorreiterrolle in Großbritannien als „low carbon city“. Innerhalb des Programms zielt das „Warming Barton Projekt“ darauf ab, Haushalte beim Energiesparen zu unterstützen und qualitativ bessere Unterkünfte in einem der sozial schwächsten Vororte Oxfords zu schaffen. Oxfords „Lowcarbon Hub“ arbeitet eng mit den lokalen Initiativen „Low Carbon Barton“ sowie der „Barton Community Association“ zusammen und bietet den EinwohnerInnen die Erstellung von Energiegutachten für ihre Häuser und Wohnungen an. Dieser Zusammenschluss fördert lokale „Bottom-up-Ansätze“ zur Erreichung von Energieeffizienz in den Haushalten.

>> "Oxford’s Low-Carbon Hub" 

Foodprinting Oxford
“FoodPrinting Oxford“ bietet die Möglichkeit Nahrungsmittelverschwendung in den Versorgungsketten aufzudecken. „FoodPrinting“ ist zudem von großer Bedeutung, da der Nahrungmittelsektor in Oxford einen großen Anteil der städtischen Klimabilanz einnimmt (etwa 20 Prozent der städtischen Treibhausgasemissionen). „FoodPrinting“ Oxford propagiert aber nicht eine spezielle Lösung, sondern versucht Menschen umfassend zu informieren, sodass sie unterschiedliche Möglichkeiten vergleichen und entsprechende Schritte einleiten können.

>> Foodprinting Oxford - How to feed a city