Bildung als Schlüsselaufgabe für eine nachhaltige Zukunft

Nagykanizsa ist dem Klima-Bündnis – Europas größtem Städtenetzwerk zum Klimaschutz – im Jahr 2004 beigetreten. Unser Beitritt beeinflusste die weitere städtische Planung in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz. Politik und Verwaltung sind offen diese Themen anzugehen und effektive Veränderungen einzuleiten, die das Leben unserer Bürgerinnen und Bürger positiv beeinflusst. Die Kommune legt großen Wert darauf Umweltthemen in der ganzen Region um Nagykanizsa zu verbreiten.
Der gesamte Nachhaltigkeitsprozess basiert auf der jungen Generation. Alle Bildungseinrichtungen in Nagykanizsa – einschließlich Kindergärten, Grund- und weiterführende Schulen sowie verschiedene Fakultäten der Universität – sind an Umweltbildungsprojekten beteiligt. Es wurden verschiedene Aktivitäten und Wettbewerbe durchgeführt, die einen großen Anklang bei den Kindern und Jugendlichen fanden.
In Zusammenarbeit mit lokalen Bildungseinrichtungen, -institutionen und Verbänden bemüht sich die Kommune Fortschritte rund um Themen wie Ressourceneffizienz, Energieeinsparung, Abfall und Gesundheit zu erzielen. Allerdings dürfen wir nicht ungeduldig sein, denn Umweltbildung nimmt viel Zeit in Anspruch und eine nachhaltige Sensibilisierung kann nur durch eine kontinuierliche Arbeit erreicht werden.
Gemeinsam mit dem Umweltverein Reflex und dem Klima-Bündnis Ungarn wurde ein Workshop zum Thema „Lokale Wege zur Nachhaltigkeit“ für KommunalvertreterInnen, Nichtregierungsorganisationen und MultiplikatorInnen aus dem Bildungs- und Klimaschutzbereich angeboten. Bürgermeister aus der Region stellten ihre guten Beispiele vor.
Als Beispiel seien hier zwei weitere Projekte im Bildungsbereich genannt: „LENA – Lernen in der Natur“ und „Fresh AIR – Neuer Wind in der Umweltbildung”. Beide Projekte waren sehr erfolgreich und wurden durch europäische und nationale Mittel gefördert. Junge Menschen aus Nagykanizsa und der gesamten Region nehmen seit Jahren an diesen internationalen Umweltprojekten teil.
Eine weitere Zielgruppe der beiden Projekte sind LehrerInnen und DozentInnen, die die Möglichkeit haben an Fortbildungen und Seminaren in Österreich und Ungarn teilzunehmen.
Für Kinder und Jugendliche aber auch für die Lehrerinnen und Lehrer werden Sommer- und Freizeitaktivitäten organisiert. Diese finden in unberührten Nationalparks und einzigartigen Naturlandschaften in beiden Ländern statt, wodurch ein direkter und sensibler Umgang mit der Natur gefördert wird. Aber auch die Lehrenden können auf diese Weise gute Erfahrungen sammeln, die ihnen helfen, ihre Arbeit in der Umweltbildung für das folgende akademische Jahr zu verbessern.

Stadt Nagykanizsa