Angebote für deutsche Mitgliedskommunen im Klima-Bündnis

Die neuen entwicklungspolitischen EU-Projekte des Klima-Bündnis möchten dazu beitragen die Millenniumsentwicklungsziele lokal zu verankern und besser in die Arbeit der Kommunen zu integrieren.

Hierbei steht der Prozess zur Entwicklung einer nachhaltigen MDG-Agenda vor Ort im Vordergrund. Das Klima-Bündnis möchte Sie und Ihre Aktivitäten und Initiativen vor Ort unterstützen und je nach Bedarf Angebote aus den Projekten mit Ihnen und den Akteuren vor Ort umsetzen.

Einen Überblick über die aktuellen Angebote finden Sie auch hier zum Download.

Das Packet und seine Bausteine

Das Klima-Bündnis bietet seinen Mitgliedern die Unterstützung ihres lokalen „MDG-Prozess“.
Hierbei verstehen wir die Millenniumsentwicklungsziele als strukturellen Rahmen, dem sich alle Themen und Belange der globalen Nachhaltigkeit zuordnen lassen.

Viele Kommunen sind heute schon in den unterschiedlichsten Bereichen aktiv. Sie sind Mitglied im Klima-Bündnis und haben sich damit zur Reduzierung Ihrer Treibhausgasemissionen verpflichtet wie sie gleichzeitig über das Netzwerk eine Partnerschaft mit den indigenen Völkern eingegangen sind. Sie tragen verschiedene Beschlüsse des Vereins, wie z. B. zum Verzicht auf Tropenholz oder der Unterstützung der indigenen Organisationen mit und haben vielleicht eigene Beschlüsse im Stadt- oder Gemeinderat zum Fairen Handel oder ein Verbot von Produkten aus Kinderarbeit verabschiedet.
Vielleicht gibt es in Ihrem Rathaus nur noch faire, regionale oder biologisch angebaute Produkte? Oder Sie unterhalten Städte- und Projektpartnerschaften im globalen Süden.

Agenda 21, Kapitel 28: Kommunale Initativen zur Unterstützung des Agenda 21
"Da so viele der in der Agenda 21 angesprochenen Probleme und Lösungen ihre Wurzeln in Aktivitäten auf örtlicher Ebene haben, ist die Beteiligung und Mitwirkung der Kommunen ein entscheidender Faktor bei der Verwirklichung der in der Agenda enthaltenen Ziele. Kommunen errichten, verwalten und unterhalten die wirtschaftliche, soziale und ökologische Infrastruktur, überwachen den Planungsablauf, stellen die kommunale Umweltpolitik und kommunale Umweltvorschriften auf und wirken an der Umsetzung der nationalen und regionalen Umweltpolitik mit.
Als Politik- und Verwaltungsebene, die den Bürgern am nächsten ist, spielen sie eine entscheidende Rolle dabei, die Öffentlichkeit aufzuklären und zu mobilisieren und im Hinblick auf die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung auf ihre Anliegen einzugehen."

An diesen Prozessen und Aktivitäten sind in Ihrer Verwaltung viele verschiedene Mitarbeiter/-innen, Fachbereiche und / oder Dezernate beteiligt. Im kommunalen Alltag und bei der Fülle der Aufgaben, ist der Überblick schwer zu behalten, bzw. werden die vielen verschiedenen Aktivitäten oft nicht unter dem Aspekt der lokalen und globalen Nachhaltigkeit zusammengeführt.

Hierbei möchten wir Sie unterstützen!


FÜR POLITIK UND VERWALTUNG - Workshops vor Ort

Gemeinsam mit Ihren aktiven MitarbeiterInnen möchten wir Fortbildung zum Thema der MDGs und dem Nachfolgeprozess anbieten, um den lokalen Prozess zu stärken.

Wir bieten Ihnen Seminare / Arbeitstreffen für Politik und Verwaltung an und möchten mit Ihnen gemeinsam Ihrem „MDG-Prozess“ Auftrieb und Richtung geben. Gerne binden wir Ihre lokalen Schwerpunkte und Akteure mit ein.
Die Arbeit wird unterstützt mit verschiedenen Methoden und Instrumenten – und natürlich auch ganz konkreten Angeboten für Ihre Bürgerinnen und Bürger, ohne die ein nachhaltiger Prozess vor Ort nicht möglich ist.


MDG-KONZEPT UND -CHARTA

Sie möchten Ihre Aktivitäten nicht nur darstellen, sondern ihrem Prozess auch einen strategischen Rahmen geben? Sie haben vielleicht schon ein kommunales Klimaschutzkonzept umgesetzt und möchten dieses um den Aspekt der globalen Nachhaltigkeit ergänzen? Es gibt in Ihrer Kommune eine fortgeschriebene Nachhaltigkeitsstrategie?

Dies kann ein weiterer Schritt zur politischen Verankerung der Millenniums- und Nachhaltigkeitsziele in Ihrer Kommune sein. Gerne begleiten wir Sie auf diesem Weg und entwickeln mit Ihnen Richtlinien für diesen Prozess. Ein Ziel könnte eine lokale Charta für lokale und globale Nachhaltigkeit sein, die als Beschluss des Klima-Bündnis und als Vorlage für Ihre Gremien mit Ihnen abgestimmt wird.

  

BENCHMARK GLOBALER KLIMASCHUTZ

Während im Klimaschutz das Messen und Monitoring der Ergebnisse sowie der Maßnahmen ein zentrales Element der gesamten Klimaschutzmaßnahmen ist, gibt es dafür im Bereich der lokalen und globalen Nachhaltigkeit dafür kaum Instrumente und Konzepte. Das wollen wir ändern und in bestehende Instrumente des Klimaschutzes auch den Aspekt der Nord-Süd Zusammenarbeit integrieren.
Im Benchmark-Tool werden die Darstellung und der Vergleich von Aktivitäten im globalen Klima-schutz im Vordergrund stehen. Grundlage des Vergleichs sind Ergebnisse aus einer möglichen Energie- und CO2-Bilanz und andere kommunale Schlüsselwerte. Dadurch werden z. B. Indikatoren abgeleitet, die auf einer Skala abgebildet werden.
Zusätzlich werden nicht nur quantitative Zahlen, sondern auch qualitative Angaben mittels einer Abfrage-Matrix zu Ihren Aktivitäten ermittelt Das „Aktivitätsprofil“ lässt sich unabhängig von allen anderen Elementen des Benchmark-Tools bearbeiten und gibt somit einen guten und umfassenden Einstieg und Überblick in Ihre Aktivitäten vor Ort.
Das Instrument wird in Anlehnung an das „Benchmark Kommunaler Klimaschutz“ und seiner Weiterentwicklung im „Klimaschutz-Planer“ erarbeitet.


ANGEBOTE FÜR BÜRGER/-INNEN

Sie möchten Ihr Engagement und entwicklungspolitische Themen Ihrer Bevölkerung näher bringen?
Die Projekte „Action for MDGs“ und „From Overconsumption to Solidarity“ bieten ein ganzes Paket von Aktivitäten, die teilfinanziert oder kostenfrei angeboten werden können:
  

Ausstellung: Wir sind alle Zeugen - Menschen im Klimawandel

Mit dem Klimawandel verbinden viele Menschen Katastrophen auf anderen Kontinenten und vermeintlich kaum Veränderungen in Deutschland und Europa. Die Auswirkungen des globalen Klimawandels machen jedoch nicht vor den Landesgrenzen halt. Expert/-innen rechnen mit weitreichenden Folgen für Umwelt und Gesellschaft, falls es nicht gelingt die Auswirkungen des Klimawandels zu minimieren.
Durch den Klimawandel ergeben sich neue Herausforderungen für Städte und Gemeinden und ihre Bürger/-innen. Neben Vermeidung von Treibhausgasen rückt die Anpassung an die Folgen des Klimawandels wie z.B. Hitzewellen, Überschwemmungen und Stürme zunehmend in den Fokus der Entwicklung.
Die Ausstellung „Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel“ gibt dem Klimawandel ein Gesicht. Menschen aus Afrika, Südamerika, Asien und Europa berichten über die heute schon spürbaren Folgen des Klimawandels. Ergänzt werden die Beispiele mit Hintergründen und länderspezifischen Informationen.
Die Ausstellung umfasst 30 Tafeln auf Roll-ups und ist somit sehr leicht und flexibel aufzubauen. Für die Ausleihe der Tafeln zahlen Sie lediglich die Versandkosten (5 Pakete mit je 6 Roll-ups à 25 kg).
Haben Sie Ihr eigenes Ausstellungsystem oder möchten die Ausstellung dauerhaft an mehreren Orten und Schulen zeigen? Wir stellen ihnen die Ausstellung als Download zur Verfügung. So können Sie diese anpassen und mit eigenen Beispielen ergänzen.
Die Ausstellung bietet sich sehr gut an, um weitere Aktivitäten zum Thema Klimawandel und Entwicklung durchzuführen. Zeigen Sie die Ausstellung im Rahmen Ihres Klimaschutztags oder während der Woche der Mobilität. Machen Sie eine Vernissage, laden Sie zu einer Diskussion ins Rathaus oder nutzen Sie Projektwochen in Schulen. Gerne können Sie weitere Angebote des Klima-Bündnis hiermit kombinieren.
Hier können Sie einen Einblick in die Ausstellung bekommen oder schauen Sie sich die Broschüre an!
Möchten Sie die Ausstellung in Ihrer Kommune zeigen? Weitere Informationen finden Sie auf diesem Infoblatt.

Webdokumenation zum Thema Klimazeugen

Die neue Webdokumentation zeigt tiefgehende Informationen zu ausgewählten Ländern, liefert Hintergrundinformationen und lässt Zeugen zu Wort kommen.
Durch die einzelnen Interviews aus unterschiedlichen Ländern wird dem Klimawandel ein Gesicht gegeben. Wissenschaftler, Forscher, Anwohner, Bauern und Bürgermeister erheben ihre Stimmte und erzählen ihre Geschichte und Erfahrungen rund um das Thema Klimawandel.

Ausstellung "Das Land, das wir uns nehmen - der Griff nach tropischem Regenwald und Ackerboden"

"Das Land, das wir uns nehmen – der Griff nach tropischem Regenwald und Ackerboden"

Augenzeugen berichten aus Amazonien und Afrika … und was wir in Europa damit zu tun haben

Wir Europäer beanspruchen viel mehr Anbaufläche für unseren Konsum an Nahrungsmitteln und Rohstoffen, als wir in Europa selbst zur Verfügung haben. Auf den Tafeln zeigen wir insbesondere an Beispielen aus Amazonien und Afrika, welche Folgen dies für die Menschen dort hat, und beleuchten die globale Dimension unseres Verbrauchs in verschiedenen Aspekten.

Ein besonderes Augenmerk widmen wir „Landgrabbing“ – der jüngsten aggressiven Form des Griffs nach Land –, ohne allerdings zu vergessen, dass wir selbst mit unserem europäischen Lebensstil den Griff nach Land mitantreiben … und ihn auch wieder bremsen können.

Weitere Informationen zur Ausstellung und den Ausleihkonditionen finden Sie hier.
Sie haben Interesse an der Ausstellung? Kontaktieren Sie uns!

Wir senden Ihnen die Rollups gerne zu!

Ausstellung: Unser Griff nach den Rohstoffen der Welt

Fakten und Augenzeugenberichte aus dem Kongo, Peru, Ecuador, Nigeria und der Arktis über die Kehrseiten unseres Konsums

Die Ausstellung zeigt die Folgen unseres konsumorientierten europäischen Lebensstils auf Mensch und Umwelt in den Herkunftsländern "unserer" Rohstoffe. Dabei konzentriert sich die Ausstellung auf einige wichtige Rohstoffe für Kommunikationsmittel und Energie und nimmt Gold, Coltan und Erdöl als Beispiele. Gezeigt werden die Auswirkungen ihres Abbaus im Kongo, Peru, Ecuador, Nigeria und der Arktis.

Am Anfang werden bekannte Modelle von Rohstoffbilanzen vorgestellt, danach wendet sich die Ausstellung zu den Exportländern. Am Ende werden daraus Folgerungen gezogen und gezeigt, was Sie tun können.

KUNSTAKTIONEN: „WIE WOLLEN WIR IN ZUKUNFT LEBEN?“

Wie sieht unsere Erde in 20, 50 oder 100 Jahren aus?
Und was können wir heute tun für eine lebenswerte Zukunft?
Was kann mein Beitrag sein?
Mit diesen Fragen wollen wir uns mit Kindern (ab 12 Jahren), Jugendlichen und natürlich auch Erwachsenen inhaltlich und künstlerisch auseinandersetzen.
Wie schon bei früheren Mal- und Kunstaktionen, werden wir von dem Berliner Künstler Michael Arantes Müller unterstützt.
Neben der eigentlichen Malaktion können die entstandenen Bilder für Ausstellungen in der Schule oder auch im Rathaus genutzt werden. Das Klima-Bündnis versucht wieder eine große gemeinsame Ausstellung auf einer internationalen Veranstaltung zu organisieren.
Zusätzlich zu der Veröffentlichung der Bilder im Internet und einer Online-Abstimmung, soll es auch einen Foto-Wettbewerb geben.
Das Klima-Bündnis vermittelt Ihnen gerne den Kontakt zum Künstler, kann aber zur Zeit keine Förderung für die Veranstaltungen bereitstellen.
 

WORKSHOP: DIE WELT VON OBEN

Bild: Michael Hüter für geoscopia

Anhand von Live-Satellitenbildern erläutern die Naturwissenschaftler von Geoscopia sachkundig in interaktivem Vortragsstil, was mit unserem "Blauen Planeten", auf dem wir alle wie in einem Boot leben, geschieht.
Alltäglich ist es nicht, aus der Weltraumperspektive auf die Erde "herabzublicken". Menschliches Handeln zeigt Folgen und diese werden auf aktuellen Satellitenbildern sichtbar.
Punktuell können via Satellit einzelne Regionen unserer Erde angesteuert und genau untersucht werden.
Vergleicht man Momentaufnahmen von heute mit Archivbildern, werden die Veränderungen auf der Erdoberfläche sehr deutlich. Schmelzende Gletscher, gerodete Regenwälder, Wirbelstürme... kommen zu Ihnen vor Ort, ins Klassenzimmer, in Vorträgen oder Präsentationen und werden fast spürbar.
Das Klima-Bündnis vermittelt Ihnen gerne den Kontakt zu Geoscopia, kann zur Zeit aber leider keine Veranstaltungsförderung bereitstellen.

THEATER: BERLINER COMPAGNIE "SO HEISS GEGEGESSEN WIE GEKOCHT – KLIMAKATASTROPHE MIT MUSIK"

Bild: Berliner Compagnie

Schauplatz des Stückes ist die Küche eines Gasthofs, in dessen unmittelbarer Nähe ein Kohlekraftwerk entstehen soll. Während die Honoratioren der Stadt im Gastraum mit den Managern mauscheln, werden nicht zuletzt durch den Spüler – ein „illegaler“ Migrant aus Afrika – den Köchen einige Zu-sammenhänge bewusst. Schmissige Songs, heiße Rhythmen, sechs schräge Typen gegen einen übermächtigen Stromkonzern. Die Küche wird zum Widerstandsnest.
Die Berliner Compagnie ist eine professionelle Theatertruppe, die seit mittlerweile 30 Jahren zur Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit zivil- gesellschaftlicher Gruppen durch die Lande tourt. Mit diesem Stück möchte sie alle unterstützen, die sich für erneuerbare Energien einsetzen, nicht zuletzt diejenigen, die vor Ort gegen fossile Kraftwerke oder CCS kämpfen.
Gerne stellt das Klima-Bündnis den Kontakt zur Theatergruppe her, leider ist eine finanzielle Unterstützung zur Zeit nicht möglich.

FAIRPLAY – DAS ETWAS ANDERE FUSSBALLSPIEL

Fußball ist eine Sprache, die fast jedeR versteht. Doch dieses Fußballspiel hat seine eigenen Regeln!

In unterschiedlichen Teamgrößen und Torchancen, mit verschieden großen Bällen, und sogar einbeinig geht es zur Sache… In etwa 45 Minuten wird der weltweite Energieverbrauch dargestellt und im Verhältnis zu Deutschland erklärt, sodass globale Ungerechtigkeiten auf spielerische Art vermittelt werden. Die TeilnehmerInnen erfahren die Ungerechtigkeiten in Bezug auf Klima, Welthandel und Ressourcennutzung während des laufenden Fußballspiels am eigenen Leib.

Wie viel Energie steht einer Bürgerin und einem Bürger in Deutschland zur Verfügung? Und wie viel im Vergleich dazu einem Mensch in Indien? Wie groß ist unser CO2-Fußabruck in Deutschland? Wie viel Fläche beanspruchen wir tagtäglich?Auf diese und andere Fragen gibt die Aktion im Verlauf des Spiels Auskunft. Abstrakte Zahlen werden greifbar und ins Verhältnis zu unserem Lebensstil in Deutschland gesetzt. Ziel ist es, die SpielerInnen die globale Ungerechtigkeit aktiv „erleben“ zu lassen.

Neben der spielerischen Darstellung von globalen Problemstellungen, werden auch Alternativen vorgestellt, die verträglich für Mensch und Umwelt sind.  

Haben Sie Interesse das Spiel lokal zu organisieren? Wir stellen Ihnen gerne die Anleitung sowie einen großen Weltball zu Verfügung! Bitte sprechen Sie uns an, wir geben Ihnen weitere Informationen zur Vorbereitung und dem Ablauf!

Melden Sie gerne bei uns.

Haben Sie Interesse?

Sprechen Sie uns gerne an! Wir freuen uns, Ihre lokalen Aktivitäten unterstützen zu können!

Einen Überblick über unsere Angebote können Sie sich hier gerne ausdrucken.

Ihre Ansprechpartner im Klima-Bündnis:

Thomas BroseSilke Lunnebach und Sara Schmitt.